Neuer „Museumsführer für junge Leute“

Buch „Dokumentationsstätte Regierungsbunker“ von Leiterin Heike Hollunder erschienen

Buchvorstellung am Originalschauplatz, dem Regierungsbunker und seinem heutigen Museumszugang, mit Autorin Heike Hollunder (hintere Gruppe ganz links) und Zeitzeugen.Heike Hollunder kennt als Leiterin der Dokumentationsstätte Regierungsbunker die unterirdische Anlage aus dem Alltag eines Museums, das sich längst zu einem nationalen und internationalen Besuchermagnet entwickelt hat. Doch mit ihrem „Museumsführer für junge Leute“ nimmt sie – nicht nur Jugendliche – mit auf Zeitreise in die Jahre des Kalten Krieges, hat Zeitzeugenberichte gesammelt und in leicht verständlicher Alltagssprache aufgeschrieben, zusammen mit der Geschichte des Regierungsbunkers, der das geheimste und zugleich teuerste Bauwerk der Bundesrepublik Deutschland war.

„Das Geschichte aus Geschichten besteht, die auch für junge Leser interessant und spannend erzählt werden können, verdeutlicht dieser Museumsführer über den ehemaligen Regierungsbunker“ steht auf dem Umschlag des 48 Seiten starken Buches geschrieben. Eine Geschichte, in die sich neben Fakten zum Bunker auch zahlreiche Zeitzeugen mit ihren Erfahrungen und Erlebnissen einbringen konnten und dem Regierungsbunker so ein Gesicht geben: Dr. Hans Walter, z.B. der als Bunkerarchitekt erzählt, welche Herausforderungen die Planung des Regierungsbunkers in den 60er Jahren gewesen ist. Oder Paul Groß, er verbrachte 36 Jahre als Bunkermitarbeiter im Regierungsbunker und schildert, wie das Thema Geheimhaltung sein Leben beeinflusste.

NATO-Übungsteilnehmer dokumentieren das Leben im Bunker abgeschieden von Tageslicht und Zeitgefühl. Und Hardy Rackow, heute Gästeführer in der Dokumentationsstätte, der maßgeblich am Rückbau der Anlage beteiligt war, gibt einen Einblick in seine Arbeit, nachdem das Bundeskabinett 1997 die Aufgabe des Regierungsbunkers beschlossen hatte. Für sie alle gilt: Der Bunker ist Teil ihrer Biografie und sie stehen dieser Anlage auf ihre Weise noch immer sehr nahe, bringen sich im Museumsalltag ein und geben der Anlage in ihrem heutigen, öffentlichen Erscheinungsbild ein Gesicht.

Mit ihrer Arbeit im Museum gilt dies sicher auch und besonders für Heike Hollunder. Mit Ihrem Buch hat sie nun darüber hinaus dieses Engagement für und in einem ehemaligen Staatsgeheimnis auf verständliche, ansprechende und informative Weise zusammengefasst.

Das Buch ist im Buchhandel (ISBN 978-3-935873-42-0) erhältlich, kann aber auch in der Dokumentationsstätte Regierungsbunker für 4,95 Euro erworben werden. Mehr Informationen und Bestellmöglichkeiten unter www.gaasterland-verlag.de.

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19.07.2010