Bunker, Mond und Sterne

"Bunker-Effelsberg-Tour" begeisterte

Teilnehmer der "Bunker-Effelsberg-Tour" direkt unter der 3.200 Tonnen schweren Teleskopschüssel im Königszapfenraum.Die „Bunker-Effelsberg-Tour“ war nach ihrer Ankündigung innerhalb weniger Stunden ausgebucht – nun fand sie statt. Dabei wurden die hohen Erwartungen der Teilnehmer mehr als erfüllt, denn nicht nur der Regierungsbunker im Ahrtal wurde im Rahmen einer Sonderführung ausführlich vermittelt. Die Besichtigung des Radioteleskop Effelsberg begann mit einer Einführung durch Dr. Norbert Junkes, der im Fachbereich Radioastronomie seine Diplom- wie auch Doktorarbeit geschrieben hat. Die Welt der Sterne, die Vermittlung von Entfernungen im All wie auch die Erforschung von Galaxien über Licht und Radiosignale, die durch die riesige Reflektorschüssel des Effelsberger Teleskops „eingesammelt“ werden, begeisterte. Der anschließende Rundgang führte die 50 Teilnehmer unmittelbar unter der 100-Meter-Schüssel, dann in den Leitstand, aus dem die riesige Schale gefahren und auf das Firmament ausgerichtet wird. Die Funktionstüchtigkeit dieses technischen Wunderwerks wurde „live“ präsentiert: Vor den Augen der Besucher wurde geschwenkt und im Kreis gefahren.

Weg durch die Unterwelt des Effelsberg-Radioteleskop.In den „Bunker“ unter dem 3.200 Tonnen schweren Teleskop führte dann der Weg hinab in den Königszapfenraum. Hier, am tiefsten Punkt des Bauwerks, laufen sämtliche Steuerkabel und Leitungen des Radioteleskops ein, Batterieraum und Eigenstromversorgung für Notfälle in direkter Nachbarschaft.

Das bauliche Ambiente erinnerte stark an den Vormittag im Ahrtal und tatsächlich gibt es viele Parallelen zwischen beiden Bauwerken: Einige Unternehmen und Ingenieure haben sowohl im Regierungsbunker wie auch am Teleskop ihre Spuren hinterlassen, die Bauzeit ist ebenfalls identisch. Das war der historische Ansatz für die Tour, die dann ins Weltall hinaus entführte und nach sieben Stunden wieder in Ahrweiler endete.

Eine Fortsetzung für 2017 ist geplant, über konkrete Termine wird unter www.bunker-doku.de informiert.

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05.09.2016